Anzeichen für einen Rattenbefall im Haus
Wanderratten sind nachtaktiv und extrem scheu. Die meisten Menschen haben noch nie eine lebende Ratte gesehen, obwohl sich im Haus bereits 10 bis 20 Tiere aufhalten. Wer die Anzeichen frühzeitig erkennt, kann eingreifen, bevor die Population explodiert.
### Zeichen 1: Kot
Wanderrattenkot ist 10 bis 20 mm lang, 6 bis 8 mm dick, an beiden Enden stumpf – deutlich größer als Hausmauskot. Jede Ratte produziert nachts 40 bis 60 Kotpillen. Verteilung: Ecken, unter Schränken, Küchenspüle, Lagerbereiche.
Frischer Kot ist dunkel und glänzend, alter Kot grau und bröselig. Viel frischer Kot = aktive, wachsende Population.
### Zeichen 2: Nagespuren
Wanderratten nagen Plastik, Holz, Alufolie und dünnes Metall durch. Achten Sie auf:
- Angenagte Lebensmittelverpackungen – große Löcher von 1 bis 2 cm
- Angenagte Kabel (Brandgefahr)
- Nagespuren an Türrahmen und Möbelbeinen
- Angenagte Wasserrohre (Wasserschäden)
### Zeichen 3: Schmierstreifen
Wanderratten laufen feste Routen entlang; ihr Körperfett hinterlässt dunkle Streifen an Ecken und Kanten. In staubigen Bereichen sieht man „sauber gefegte" schmale Wege – kleine Pfade, die Ratten durch ständiges Laufen freihalten.
### Zeichen 4: Geräusche
Nachts hört man:
- Laufgeräusche in den Wänden
- Nagegeräusche
- Tiefes Fiepen
### Zeichen 5: Geruch
In aktiven Befallsbereichen herrscht ein typischer Uringeruch – intensiv nach Ammoniak und Moschus. In geschlossenen Räumen (Schränke, Lagerräume) besonders deutlich.
### Maßnahmen nach der Bestätigung
- Alle Eintrittsstellen über 1,3 cm prüfen.
- Alle Öffnungen sofort schließen (Kupferwolle + Silikon).
- Schlagfallen entlang der Laufwege aufstellen.
- Alle Lebensmittel in dichten Behältern aufbewahren.
- Lagerbereiche entrümpeln, Nistplätze beseitigen.