Gesundheitsgefahren durch Hausstaubmilben: Was Hausbesitzer wissen müssen
Beißen Hausstaubmilben?
Nein, Hausstaubmilben beißen nicht. Das ist ein häufiges Missverständnis. Viele Leute denken, dass juckende Haut bedeutet, dass Hausstaubmilben sie beißen, aber das ist nicht der Fall.
Warum beißen Hausstaubmilben nicht?
Hausstaubmilben haben kauende Mundwerkzeuge, die zum Fressen von abgestorbenen Hautschuppen und Speiseresten bestimmt sind. Sie sind physisch nicht in der Lage, menschliche Haut zu durchstechen, um Blut zu saugen. Sie sind überhaupt nicht wie Mücken, Flöhe oder Bettwanzen – diese Schädlinge haben spezielle stechend-saugende Mundwerkzeuge für die Blutmahlzeit.
Was löst die Allergie tatsächlich aus?
Was Sie quält, sind keine Hausstaubmilbenbisse. Es sind die folgenden Dinge, die in der Luft schweben und allergische Reaktionen hervorrufen, wenn sie eingeatmet werden oder auf die Haut gelangen:
- Hausstaubmilben-Kotpellets – Das ist das Nr. 1 Allergen. Jede Hausstaubmilbe produziert etwa 20 Kotpellets pro Tag.
- Hausstaubmilben-Sekrete – Speichel, Verdauungsenzyme und andere Körperflüssigkeiten.
- Abgestreifte Exoskelette – Hausstaubmilben häuten sich mehrmals, während sie wachsen. Diese leeren Schalenfragmente sind allergenhaltig.
- Zerfallende Körperfragmente – Wenn Hausstaubmilben sterben, zerfallen ihre Körper in winzige allergene Partikel, die in der Luft schweben.
Allergiesymptome
Typische Hausstaubmilben-Allergiesymptome sind:
- Verstopfte Nase, Niesen und laufende Nase beim Aufwachen am Morgen
- Symptome verschlimmern sich beim Bettenmachen oder Ausschütteln von Kissen
- Juckende, rote, tränende Augen
- Hautausschlag, Juckreiz (atopische Dermatitis)
- Nächtlicher Husten, Engegefühl in der Brust (allergisches Asthma)
Wie man es von einer Erkältung unterscheidet
Hausstaubmilben-Allergiesymptome und eine Erkältung können sich ähnlich anfühlen, aber es gibt wesentliche Unterschiede: Allergien verursachen kein Fieber; Allergiesymptome halten Wochen oder sogar Monate an (eine Erkältung ist normalerweise in 7–10 Tagen abgeklungen); Symptome sind am schlimmsten, wenn Sie gerade aufgewacht sind (weil Sie die ganze Nacht im Bett exponiert waren); und die Symptome sind im Schlafzimmer schlimmer als in anderen Räumen.
- Das verräterische Zeichen: Wenn Ihre Symptome abklingen oder fast verschwinden, wenn Sie verreisen oder woanders übernachten, und dann in der Nacht Ihrer Rückkehr oder am nächsten Morgen wiederkehren – das ist praktisch eine Hausstaubmilben-Allergie.
Die Bekämpfung von Hausstaubmilben zielt also nicht darauf ab, „Bisse“ zu verhindern, sondern darauf, die Allergene in Ihrer Innenraumluft zu kontrollieren.