Getreidemilben

(Modermilbe, Schimmelmilbe, Kopramilbe)

*Tyrophagus putrescentiae* / Acaridae

Allergieauslöser · Schädlings-Enzyklopädie

Von PestArchive · Aktualisiert 2026-06-19

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Erkennung und Aussehen

Getreidemilben (auch Mehlmilben oder Lagermilben genannt) sind winzige Vorratsschädling-Milben. Erwachsene messen etwa 0,3-0,7mm, mit bloßem Auge kaum sichtbar, halbtransparent bis milchig weiß, mit 4 Beinpaaren. Unter Vergrößerung erscheinen sie als sich bewegende weiße Flecken. Sie benötigen hohe Luftfeuchtigkeit (über 65% rF) und warme Temperaturen (20-25°C) zum Überleben und zur Fortpflanzung. Sie können in trockenen Bedingungen unter 55% rF nicht überleben oder sich vermehren.

Verhalten und Verstecke

Getreidemilben sammeln sich massenhaft in feuchtem gelagertem Getreide, Mehl, Tierfutter, Trockenfrüchten und Tiernahrung. Bei hoher Feuchtigkeit vermehren sie sich explosionsartig, ein einzelnes Weibchen kann über 500 Eier legen und eine Generation in 3-4 Wochen unter optimalen Bedingungen vollenden. Sie verbreiten sich hauptsächlich durch kontaminierte Lebens- und Futtermittel. Hohe Feuchtigkeit ist wesentlich; die Lagerumgebung TROCKEN zu halten, ist der Schlüssel zur Vorbeugung.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Starke Allergene, lebende Milben, tote Milben und ihre Exkremente sind starke Allergene. Kontakt oder Inhalation löst allergische Rhinitis, Asthma und allergische Dermatitis aus.;
  2. Kontaminieren Mehl, Getreide, Trockenfrüchte und Tiernahrung und verursachen Verfärbung, Verklumpung und muffige Gerüche.;
  3. Schwerer Befall produziert grau-weißes pulvriges Material (eine Mischung aus Milben und Exkrementen) auf gelagerten Lebensmitteln, die Lebensmittel sind ungenießbar und müssen entsorgt werden.;
  4. Bäcker, Mühlenarbeiter und Getreidesilo-Betreiber sind Hochrisiko-Berufsgruppen.;
  5. Zusammen mit Hausstaubmilben sind Getreidemilben wichtige Innenraum-Allergenquellen, konzentrieren sich aber mehr in Lebensmittellagerung und Küchenbereichen.

Saison und Region

Weltweite Verbreitung. Ganzjährige Fortpflanzung unter warmen, feuchten Bedingungen (relative Luftfeuchtigkeit >65 %, 20–25 °C); Sommer ist die Hauptsaison. Kann unter trockenen Bedingungen (relative Luftfeuchtigkeit <55 %) nicht überleben.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneApr.–Okt.Juni–Sep.Höchste Dichte in der heiß-feuchten Jahreszeit.
Nördliche Subtropen bis TropenGanzjährigMai–Sep.Ganzjährige Fortpflanzung möglich.
Aktivitätszeit: Kein ausgeprägter zirkadianer Rhythmus; anhaltende Aktivität unter Bedingungen hoher Luftfeuchtigkeit.
Brutstätten: Innenräume (Speisekammer, Schrankecken, Getreidebehälter, Tierfutterlager); Außenbereiche (Getreidespeicher, Mühlen, Futtermittellager).