Getreidemilbenallergie: Symptome und Vorbeugung

Von PestArchive · Aktualisiert 2026-06-19

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Die Allergie gegen Vorratsmilben ist in Deutschland eine häufige Ursache für ganzjährige allergische Beschwerden. Die Symptome ähneln einer Hausstaubmilbenallergie, der Auslöser ist jedoch ein anderer – die Allergene stammen aus Vorratsschädlingen in der Speisekammer.

### Symptome der Vorratsmilbenallergie

Atemwegsbeschwerden (am häufigsten):

  • Chronisch verstopfte oder laufende Nase – ganzjährig, ohne deutliche saisonale Schwankung
  • Niesen und Nasenjucken
  • Husten und pfeifende Atemgeräusche
  • Verschlechterung von Asthma

Hautreaktionen:

  • Juckreiz und Rötung an den Händen nach Kontakt mit befallenen Lebensmitteln
  • Verschlechterung einer bestehenden Neurodermitis
  • Kontaktdermatitis

Augenreaktionen:

  • Rötung, Juckreiz, Tränenfluss

### Wie wird die Allergie festgestellt?

  • Haut-Pricktest mit Vorratsmilbenextrakt
  • Spezifische IgE-Blutuntersuchung
  • Zeitlicher Zusammenhang: Symptome verschlechtern sich nach Umgang mit befallenen Vorräten → deutet stark auf Vorratsmilben hin

### Vorbeugungsstrategien

Vorratsmilben-Population beseitigen (am wichtigsten):

  • Vorratsdosen für alle Lebensmittel
  • Befallene Waren sofort entsorgen
  • Speisekammer mit Borsäure und Kieselgur behandeln
  • Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 50 % halten

Allergenexposition reduzieren:

  • HEPA-Staubsauger in der Vorratskammer verwenden
  • Beim Umgang mit befallenen Lebensmitteln Handschuhe und Mundschutz tragen
  • Längeren Aufenthalt in der Vorratskammer vermeiden

Medikamentöse Behandlung:

  • Antihistaminika gegen Nasen- und Augensymptome
  • Asthmatiker folgen ihrem ärztlichen Therapieplan
  • Bei schwerer Allergie Hyposensibilisierung erwägen