Getreidemilben
(Modermilbe, Schimmelmilbe, Kopramilbe)*Tyrophagus putrescentiae* / Acaridae
Erkennung und Aussehen
Getreidemilben (auch Mehlmilben oder Lagermilben genannt) sind winzige Vorratsschädling-Milben. Erwachsene messen etwa 0,3-0,7mm, mit bloßem Auge kaum sichtbar, halbtransparent bis milchig weiß, mit 4 Beinpaaren. Unter Vergrößerung erscheinen sie als sich bewegende weiße Flecken. Sie benötigen hohe Luftfeuchtigkeit (über 65% rF) und warme Temperaturen (20-25°C) zum Überleben und zur Fortpflanzung. Sie können in trockenen Bedingungen unter 55% rF nicht überleben oder sich vermehren.
Verhalten und Verstecke
Getreidemilben sammeln sich massenhaft in feuchtem gelagertem Getreide, Mehl, Tierfutter, Trockenfrüchten und Tiernahrung. Bei hoher Feuchtigkeit vermehren sie sich explosionsartig — ein einzelnes Weibchen kann über 500 Eier legen und eine Generation in 3-4 Wochen unter optimalen Bedingungen vollenden. Sie verbreiten sich hauptsächlich durch kontaminierte Lebens- und Futtermittel. Hohe Feuchtigkeit ist wesentlich; die Lagerumgebung TROCKEN zu halten, ist der Schlüssel zur Vorbeugung.
Gesundheitsrisiken und Schäden
- Starke Allergene — lebende Milben, tote Milben und ihre Exkremente sind starke Allergene. Kontakt oder Inhalation löst allergische Rhinitis, Asthma und allergische Dermatitis aus.;
- Kontaminieren Mehl, Getreide, Trockenfrüchte und Tiernahrung und verursachen Verfärbung, Verklumpung und muffige Gerüche.;
- Schwerer Befall produziert grau-weißes pulvriges Material (eine Mischung aus Milben und Exkrementen) auf gelagerten Lebensmitteln — die Lebensmittel sind ungenießbar und müssen entsorgt werden.;
- Bäcker, Mühlenarbeiter und Getreidesilo-Betreiber sind Hochrisiko-Berufsgruppen.;
- Zusammen mit Hausstaubmilben sind Getreidemilben wichtige Innenraum-Allergenquellen, konzentrieren sich aber mehr in Lebensmittellagerung und Küchenbereichen.
Saison und Region
Weltweite Verbreitung. Ganzjährige Fortpflanzung unter warmen, feuchten Bedingungen (relative Luftfeuchtigkeit >65 %, 20–25 °C); Sommer ist die Hauptsaison. Kann unter trockenen Bedingungen (relative Luftfeuchtigkeit <55 %) nicht überleben.
| Region | Aktive Periode | Hauptsaison | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Nördliche Gemäßigte Zone | Apr.–Okt. | Juni–Sep. | Höchste Dichte in der heiß-feuchten Jahreszeit. |
| Nördliche Subtropen bis Tropen | Ganzjährig | Mai–Sep. | Ganzjährige Fortpflanzung möglich. |