Wie man Getreidemilben in der Vorratskammer loswird?
Sie öffnen den Mehlbeutel und auf der Oberfläche liegt eine feine Schicht, die sich leicht bewegt – kein Pulver, sondern Vorratsmilben (*Acarus siro* und verwandte Arten). Vorratsmilben sind nur 0,3 bis 0,5 mm groß und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. In größeren Mengen wirken sie wie eine sich bewegende Staubschicht. In warmen, feuchten Küchen vermehren sie sich rasant – bei 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit dauert der Zyklus vom Ei zum ausgewachsenen Tier nur 7 Tage.
Vorratsmilben beißen nicht, verderben aber Lebensmittel und lösen Allergien aus.
### Bekämpfung Schritt für Schritt
Schritt 1: Befallene Lebensmittel entsorgen. Sind Vorratsmilben einmal zahlreich vorhanden, sind Reis, Mehl und andere Trockenwaren kontaminiert. Alles wegwerfen – Milben lassen sich nicht „auswaschen". Ausscheidungen und Tierreste durchziehen die gesamte Packung.
Schritt 2: Vorratskammer vollständig leeren und reinigen. Alle Schrankoberflächen, Ecken und Fugen mit heißer Seifenlauge abwischen. Einen Staubsauger mit HEPA-Filter verwenden, um alle Krümel aufzunehmen.
Schritt 3: Borsäure anwenden. In Ecken und Fugen dünn Borsäure streuen. Vorratsmilben, die darüberlaufen, nehmen den Wirkstoff auf und sterben.
Schritt 4: Kieselgur (Diatomeenerde). Auf den Schrankboden lebensmittelechte Kieselgur streuen – für die winzigen Milben ist Kieselgur besonders wirksam.
Schritt 5: Vorratsdosen verwenden. Neue Lebensmittel in dicht schließende Behälter (Glas oder Edelstahl) umfüllen. Vorratsmilben können solche Behälter nicht durchdringen. Pappkartons und dünne Plastiktüten bieten keinen Schutz.
Schritt 6: Luftfeuchtigkeit kontrollieren. Vorratsmilben vermehren sich am stärksten bei über 60 % Luftfeuchtigkeit. In der Speisekammer einen Luftentfeuchter aufstellen, Ziel unter 50 %.
### Langfristige Vorbeugung
- Neu gekaufte Lebensmittel vor dem Einlagern prüfen.
- Vorratskammer wöchentlich auf Milbenaktivität kontrollieren.
- Regelmäßig reinigen und mit Borsäure/Kieselgur behandeln.
- Ausschließlich dichte Vorratsdosen verwenden – keine offenen Kartons oder dünnen Beutel.