Getreidekäfer

(Rotbrauner Reismehlkäfer, Amerikanischer Reismehlkäfer)

*Tribolium castaneum* / *Cryptolestes ferrugineus*

Vorrat und Lebensmittel · Schädlings-Enzyklopädie

Erkennung und Aussehen

Getreideplattkäfer sind sekundäre Vorratsschädlinge, die sich von Bruchkorn, Mehl und Getreideabfällen ernähren. Der Getreideplattkäfer (2,5-3,5mm) hat sechs sägezahnartige Vorsprünge auf jeder Seite des Pronotums. Ihre abgeflachten Körper ermöglichen das Verstecken in Verpackungsfalten und Karton. Bei 25-30°C dauert der Zyklus 4-8 Wochen.

Verhalten und Verstecke

Getreideplattkäfer ernähren sich von Bruchkorn, Mehl, Kleie und Schimmel. Sie konzentrieren sich in Mehlansammlungen, Kartons und Holzkisten-Ritzen. Abgeflachte Körper ermöglichen Eintritt in die engsten Spalten. Kälte tötet alle Stadien. Die Ausbreitung erfolgt hauptsächlich durch Kriechen.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Befallenes Mehl verklumpt, verfärbt sich und entwickelt Fehlgerüche.;
  2. Körperfragmente und Kot mischen sich in Mehl, visuell schwer erkennbar.;
  3. Einmal in Karton- oder Holzritzen, durch normale Reinigung fast unmöglich loszuwerden.;
  4. Ihre Anwesenheit signalisiert Primärschädlings-Probleme, die Getreideschäden verursachen, von denen sie sich ernähren.

Saison und Region

Weltweit verbreitet. Optimale Entwicklungstemperatur 27–30 °C, relative Luftfeuchtigkeit 70 %. 4–6 Generationen pro Jahr; Adulti überwintern in Verpackungen und Lagerritzen. Bei 30 °C dauert eine komplette Generation nur 27 Tage. Thigmotaktisch (suchen beengte Räume); gesellig; sekretieren riechende Abwehrchinone.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneApr.–Okt.Juli–Sep.Fortpflanzungsgipfel im heiß-feuchten Sommer; Adulti überwintern.
Aktivitätszeit: Kein ausgeprägter zirkadianer Rhythmus; versammeln sich in Getreideresten und Ritzen mit anhaltender Aktivität.
Brutstätten: Innenräume (Mehlbeutel, Reisbehälter, Getreideschränke, Kräuter-Medizinschränke, Küchenschrankecken); Außenbereiche (Getreidespeicher, Mühlen, Lebensmittelverarbeitungsbetriebe, Futtermühlen).