Spannraupen

(Frostspanner, Messer-Raupe)

Geometridae larvae

Pflanzen und Garten · Schädlings-Enzyklopädie

Erkennung und Aussehen

Spannraupen sind die Larven von Spannern (Familie Geometridae), einer der größten Mottenfamilien mit über 20.000 Arten. Larven messen 2-5cm, schlank und zylindrisch, grün, braun oder grau, mit ausgezeichneter Tarnung. Das Hauptmerkmal: nur ein Paar Hinterbeine am hinteren Abdomen plus drei Paar echte Beine am Thorax, was den charakteristischen spannenden Gang erzeugt. Sie durchlaufen eine vollständige Metamorphose. Unter warmen Bedingungen dauert der Zyklus 4-8 Wochen mit 2-4 Generationen pro Jahr. Larven ernähren sich von Pflanzenblättern; Erwachsene (Spanner) haben breite, dünne Flügel und sind nachtaktiv und lichtsuchend.

Verhalten und Verstecke

Spannraupen-Larven ernähren sich von Blättern einer breiten Pflanzenpalette: Rosen, Osmanthus, Kamelien, Gardenien, Efeutute und viele Zierpflanzen. In Innenräumen findet man sie auf Topfpflanzen-Blättern (beide Seiten), Blumenerde-Oberflächen und um Pflanzenbehälter. Sie fressen von Blatträndern nach innen und erzeugen charakteristische Kerben. In Ruhe strecken sie ihre Körper steif in einem Winkel aus und imitieren Zweige. Bei Störung lassen sie sich an einem Seidenfaden fallen. Sie bleiben generell während ihrer gesamten Larvenentwicklung auf einer Pflanze.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Eine einzelne Larve kann mehrere bis über ein Dutzend Blätter während ihrer Entwicklung verzehren. Mehrere Larven können eine ganze Pflanze in Tagen entlauben und nur Stängel und Adern zurücklassen.;
  2. Blattschäden ruinieren den Zierwert von Blattpflanzen. Die Erholung dauert Monate.;
  3. Kotpellets verteilen sich auf Blättern und Oberflächen und beeinträchtigen die Sauberkeit.;
  4. Handaufsammeln ist die wirksamste Bekämpfungsmethode für das Haus. Larven sind groß, langsam und leicht durch Prüfung der Blattränder auf Fraßschäden zu entdecken.

Saison und Region

Weltweit verbreitet. 1–4 Generationen pro Jahr je nach Art und Region. Frühlingsarten (*Apocheima cinerarius* etc.): Schlupf der Adulten Ende März bis Anfang April; Hauptfraß der Larven Mitte April bis Anfang Mai. Herbstarten erscheinen Juli–September. Verpuppung im Boden zur Sommerruhe und Überwinterung. Larven ähneln Zweigen (Kryptisch); lassen sich bei Störung an Seidenfäden fallen.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneMärz–späten Sep.Apr.–mid-Mai–earlyHauptschaden durch Frühlingsarten; Herbstarten Juli–September.
Aktivitätszeit: Adulti nachtaktiv, phototaktisch; Larven fressen tagsüber an Blättern.
Brutstätten: Außenbereiche (Gartenbäume, Obstbäume, Hecken, Wälder); Innenräume (gelegentlich über Topfpflanzen oder Blattstecklinge eingeschleppt).