Spannerbisse: Symptome, Behandlung, Vorbeugung
Welchen Schaden verursachen Spannerlarven und -erwachsene?
Der Schaden durch Spanner wird hauptsächlich von den Larven verursacht. Erwachsene verursachen wenig bis gar keinen direkten Pflanzenschaden.
Larvenschaden (Hauptproblem)
Spannerlarven sind gefräßige blattfressende Schädlinge. Der Schaden ist erheblich:
- Starker Blattverzehr – Larven fressen den ganzen Tag ununterbrochen. Eine einzige kann in ihrem Leben 30–50 Blätter fressen.
- Kahlfressen der Krone – Bei Ausbrüchen können sie einen gesamten Baum in 3–5 Tagen kahl fressen.
- Wachstumsstörungen – Ohne Blätter können Bäume nicht photosynthetisieren. Das Wachstum stockt.
- Reduzierter Fruchtertrag – Wenn die Blätter von Obstbäumen kahl gefressen sind, ist die Fruchtentwicklung schlecht. Sowohl Ertrag als auch Qualität leiden.
- Geschwächte Bäume – Bäume, die mehrere aufeinanderfolgende Jahre starken Schaden erleiden, können absterben.
Häufig betroffene Bäume
- Obstbäume: Jujube, Kaki, Apfel, Birne, Pfirsich.
- Straßenbäume: Platane, Schnurbaum, Esche, Goldregen.
- Zierbäume: Kirsche, Kräuselmyrte, Zierapfel.
Schaden durch Erwachsene (indirekt)
- Geometriden selbst fressen nicht direkt Pflanzen (Erwachsene fressen nicht oder nehmen nur Nektar zu sich).
- Weibliche Motten legen jedoch große Mengen Eier – bis zu mehreren hundert pro Weibchen.
- Mehr Eier bedeuten mehr Larven im folgenden Jahr.
- Die Bekämpfung der Erwachsenenzahl reduziert also indirekt den Larven schaden.
Ausbruchsmerkmale
Spannerausbrüche sind zyklisch. Einige Jahre sind mild, aber plötzliche große Ausbrüche können nach milden Wintern (hohe Überwinterungsrate der Eier) oder während trockener Frühlinge auftreten. Sobald ein Ausbruch beginnt, breitet er sich schnell aus und erfordert sofortige Bekämpfung.