Blattläuse

(Pflanzenläuse, Grüne Blattlaus)

*Aphis gossypii* / Aphididae

Pflanzen und Garten · Schädlings-Enzyklopädie

Erkennung und Aussehen

Blattläuse (Überfamilie Aphidoidea) gehören zu den häufigsten und sich am schnellsten vermehrenden Schädlingen von Zimmerpflanzen und Gärten. Über 5.000 Arten existieren weltweit. Häufige Haushaltsarten umfassen Baumwollblattläuse (*Aphis gossypii*), Grüne Pfirsichblattläuse (*Myzus persicae*) und Rosenblattläuse (*Macrosiphum rosae*). Erwachsene messen 1-3mm, weichkörperig, birnenförmig, mit artspezifischer Farbe (grün, schwarz, braun, gelb, rot). Sie haben lange Antennen und ein Paar Siphone (Schwanzröhrchen) an der Hinterleibsspitze — ein Schlüsselerkennungsmerkmal. Ihre Fortpflanzung ist außergewöhnlich: In warmen Jahreszeiten vermehren sich Weibchen parthenogenetisch und sind vivipar (gebären lebende Junge ohne Paarung). Nymphen reifen in 7-10 Tagen und beginnen sofort mit der Fortpflanzung. Populationen können sich alle 3-5 Tage verdoppeln.

Verhalten und Verstecke

Blattläuse ernähren sich von Pflanzensaft und bevorzugen das zarteste Gewebe: neue Triebe, Knospen und Blattunterseiten. In Innenräumen gruppieren sie sich dicht auf neuem Wachstum von Rosen, Chrysanthemen, Jasmin, Efeutute und anderen Zierpflanzen. Sie konzentrieren sich entlang von Blattadern auf der Unterseite. Ameisen werden oft mit Blattläusen gefunden — Ameisen ernähren sich von Blattlaus-Honigtau und schützen Blattläuse aktiv vor Fressfeinden und tragen sie sogar zu neuen Pflanzen. Geflügelte Blattläuse verbreiten sich durch Wind und Flug zu neuen Wirten; flügellose Blattläuse kriechen oder reisen per Anhalter auf Werkzeugen und Kleidung. Blattläuse sind im Frühling und Herbst am aktivsten; Populationen sinken bei extremer Sommerhitze. Sie vermehren sich ganzjährig in beheizten Häusern.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Dichte Ansammlungen auf neuem Wachstum verursachen Blattkräuselung, Vergilbung und vorzeitigen Abfall. Neue Triebe hören auf zu wachsen; Knospen schrumpfen und öffnen sich nicht. Hunderte von Blattläusen an einem einzelnen Rosentrieb können alles neue Wachstum innerhalb von 1-2 Wochen abtöten.;
  2. Honigtau tropft auf Blätter und Oberflächen und fördert Rußtaupilz, der die Photosynthese blockiert.;
  3. Blattläuse übertragen über 100 Pflanzenviren (Grüne Pfirsichblattlaus allein). Virusschäden übersteigen bei Weitem die direkten Fraßschäden.;
  4. Honigtau und Körperfragmente können Innenraum-Allergene sein.;
  5. Physische Methoden: mit Wasser abspülen, mit Seifenwasser besprühen, Marienkäfer einführen. Chemische Bekämpfung sollte auf frühe Nymphenstadien zielen und Produkte rotieren, um Resistenz zu verhindern.

Saison und Region

Weltweit verbreitet. Frühling und Sommer sind die Hauptentwicklungszeiten; zwei jährliche Schadensgipfel: April–Juni und September–Oktober. Warme, trockene Bedingungen (15–25 °C) maximieren die Fortpflanzung. Starke positive Phototaxis gegenüber Gelb. Ganzjähriges Auftreten an Topfpflanzen in Innenräumen und in Gewächshäusern. Überwintert als Eier.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneApr.–Nov.Apr.–Juni、Sep.–Okt.Zweigipflig in gemäßigten Zonen; überwintert als Eier.
Nördliche Subtropen bis TropenGanzjährigApr.–Juni、Sep.–Okt.Ganzjährige Fortpflanzung; zwei Schadensgipfel.
Aktivitätszeit: Den ganzen Tag aktiv; versammeln sich auf zarten Blattunterseiten und Triebspitzen und saugen Saft.
Brutstätten: Innenräume (Balkonpflanzen, Gewächshausblumen, Blattunterseiten und Knospen von Zimmerpflanzen); Außenbereiche (Gärten, Gemüsebeete, Obstgärten, zartes Laub von Zierpflanzen).