Spinnmilben

(Bohnenspinnmilbe, Gemeine Spinnmilbe, Obstbaumspinnmilbe)

*Tetranychus urticae* / *Bryobia* spp.

Pflanzen und Garten · Schädlings-Enzyklopädie

Erkennung und Aussehen

Spinnmilben (Familie Tetranychidae) sind winzige pflanzenfressende Milben. Häufige Haushaltsarten umfassen die Kleemilbe (*Bryobia praetiosa*) und die Braune Weizenmilbe (*Bryobia graminum*). Erwachsene messen nur 0,5-0,8mm, oval, rotbraun bis dunkelgrün, mit unverhältnismäßig langen Vorderbeinen — ein Hauptmerkmal zur Unterscheidung von anderen Spinnmilben. Anders als Rote Spinnmilben (*Tetranychus urticae*) produzieren Kleemilben keine Seidengewebe. Bei 22-28°C und 40-60% Feuchtigkeit dauert der Zyklus 3-4 Wochen mit 5-8 Generationen pro Jahr. Sie vermehren sich am schnellsten unter heißen, TROCKENEN Bedingungen — das Gegenteil der meisten anderen Pflanzenschädlinge.

Verhalten und Verstecke

Spinnmilben ernähren sich von Pflanzensaft und stechen Blattunterseiten an, um Zellinhalte auszusaugen. Wirte umfassen Rosen, Klee, Rasengras und viele Zierpflanzen. In Innenräumen konzentrieren sie sich auf Blattunterseiten (verursachen feine gelb-weiße Sprenkelung auf Oberseiten), neue Triebe und Blattspitzen, Balkonrasen und Moostöpfe. Sie gedeihen unter heißen, trockenen Bedingungen (25-30°C, 40-50% Feuchtigkeit). Anders als die meisten Schädlinge begünstigt trockene Innenraum-Winterluft tatsächlich die Milbenvermehrung. Sie verbreiten sich durch Wind, auf Werkzeugen und Kleidung und mit neuen Pflanzen.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Die Nahrungsaufnahme verursacht dichte gelb-weiße Sprenkelung auf Blättern. Blätter vergilben von unten nach oben, kräuseln sich, verlieren Glanz und fallen vorzeitig ab. Kein Honigtau wird produziert — Blätter erscheinen trocken und ausgetrocknet statt klebrig.;
  2. Populationen können sich alle 2-3 Wochen verdoppeln. Eine befallene Pflanze kann innerhalb von 1-2 Monaten auf alle Balkonpflanzen übergreifen.;
  3. Schwerer Befall verursacht vollständigen Wachstumsstopp, massiven Blattfall und Zweigsterben. Kleine oder schwache Pflanzen können innerhalb von Wochen sterben.;
  4. Sie beißen keine Menschen und übertragen keine Krankheiten. Leichtes Hautjucken bei empfindlichen Personen durch schweren Kontakt.;
  5. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit (häufiges Blattbesprühen) unterdrückt die Vermehrung. Blattunterseiten mit einem feuchten Tuch abwischen. Spezielle Akarizide verwenden — gewöhnliche Insektizide haben begrenzte Wirkung auf Milben.

Saison und Region

Weltweit verbreitet. Fortpflanzung am schnellsten unter heißen, trockenen Bedingungen (25–30 °C, relative Luftfeuchtigkeit 40–50 %).

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneApr.–Okt.Juni–Aug.Schnellste Fortpflanzung unter heiß-trockenen Bedingungen.
Nördliche SubtropenMärz–Nov.Mai–Sep.Höchste Dichte in warm-trockenen Jahreszeiten.
Aktivitätszeit: Tagaktiv; schnelle Fortpflanzung in heiß-trockenen Umgebungen.
Brutstätten: Innenräume (Blattunterseiten von Topfpflanzen, Balkonpflanzen); Außenbereiche (Gärten, Gewächshäuser, Baumschulen).