Raubwanzen

(Kusswanze, Vinchuca, Chagas-Wanze)

*Triatoma infestans* / Triatoma spp.

Beißend und blutsaugend · Schädlings-Enzyklopädie

Erkennung und Aussehen

Raubwanzen (Unterfamilie Triatominae), auch Kuss-Wanzen oder Kegelwanzen genannt, sind die Überträger der Chagas-Krankheit (Amerikanische Trypanosomiasis). Erwachsene messen 15-25mm, braun bis schwarz, mit einem breiten abgeflachten Körper, einem kegelförmigen Kopf mit großen Komplexaugen und einem schlanken stechend-saugenden Rüssel. Erwachsene haben gut entwickelte Flügel und sind flugfähig mit starker Phototaxis. Sie sind benannt nach ihrer Gewohnheit, Menschen im Gesicht zu beißen, besonders um Lippen und Augen, wo die Haut dünn ist.

Verhalten und Verstecke

Raubwanzen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Wandritzen, Dachspalten, unter Möbeln und unter Haustierbetten. Nachts werden sie von der Körperwärme des Wirts und ausgeatmetem CO2 angezogen, um zur Nahrungsaufnahme hervorzukommen. Sie beißen bevorzugt das Gesicht und exponierte Haut. Während der Nahrungsaufnahme defäkieren sie in der Nähe der Bisswunde — der Kot enthält *Trypanosoma cruzi*-Parasiten, die in den Körper gelangen, wenn die Person den Bissbereich kratzt. Hauptsächlich endemisch in Lateinamerika, aber auch im Süden der USA zu finden, hauptsächlich in minderwertigen Unterkünften: Lehmhäuser, Strohdächer und alte Holzhäuser.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Bisse übertragen die Chagas-Krankheit (Amerikanische Trypanosomiasis), verursacht durch *Trypanosoma cruzi*. Die akute Phase zeigt Fieber und Augenlidschwellung (Romana-Zeichen); die chronische Phase verursacht schwere Herzerkrankungen (Kardiomyopathie, Arrhythmien, Herzversagen) und gastrointestinales Megakolon und Megaösophagus. Geschätzte 6-7 Millionen Menschen sind weltweit infiziert.;
  2. Bissstellen und Schleimhautbereiche können lokale allergische Reaktionen und Schwellungen zeigen.;
  3. Allergene im Raubwanzen-Speichel können schwere allergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie verursachen.

Saison und Region

Hauptsächlich in Lateinamerika verbreitet; auch in den südlichen USA vorhanden. Nachtaktiv. Am aktivsten in den warmen Monaten und in Sommernächten.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Tropical to Subtropical AmericasGanzjährigSommer(Mai–Sep.)Hauptverbreitungsgebiet; höchste Dichte in der warmen Jahreszeit.
Southern US (temperate margin)Apr.–Okt.Juni–Aug.Am aktivsten in Sommernächten.
Aktivitätszeit: Nachtaktiv; kommt nachts zum Stechen und Bluternährung hervor.
Brutstätten: Innenräume (Wandrisse, Dachritzen, unter Möbeln, Bettgestellverbindungen, unter Tierliegeplätzen); Außenbereiche (Holzstapel, Steinhaufen, verlassene Gebäude, Tiergehege wie Hühnerställe und Hundehütten).