Getreidekäfer

(Rotbrauner Reismehlkäfer, Amerikanischer Reismehlkäfer)

*Tribolium castaneum* / *Cryptolestes ferrugineus*

Vorrat und Lebensmittel · Schädlings-Enzyklopädie

Von PestArchive · Aktualisiert 2026-06-19

PestArchive ist ein unabhängig betriebenes Nachschlagewerk zu Haushaltsschädlingen, aus öffentlichen Quellen zusammengestellt und übersetzt, nur zu Informationszwecken.

Erkennung und Aussehen

Getreideplattkäfer sind sekundäre Vorratsschädlinge, die sich von Bruchkorn, Mehl und Getreideabfällen ernähren. Der Getreideplattkäfer (2,5-3,5mm) hat sechs sägezahnartige Vorsprünge auf jeder Seite des Pronotums. Ihre abgeflachten Körper ermöglichen das Verstecken in Verpackungsfalten und Karton. Bei 25-30°C dauert der Zyklus 4-8 Wochen.

Verhalten und Verstecke

Getreideplattkäfer ernähren sich von Bruchkorn, Mehl, Kleie und Schimmel. Sie konzentrieren sich in Mehlansammlungen, Kartons und Holzkisten-Ritzen. Abgeflachte Körper ermöglichen Eintritt in die engsten Spalten. Kälte tötet alle Stadien. Die Ausbreitung erfolgt hauptsächlich durch Kriechen.

Gesundheitsrisiken und Schäden

  1. Befallenes Mehl verklumpt, verfärbt sich und entwickelt Fehlgerüche.;
  2. Körperfragmente und Kot mischen sich in Mehl, visuell schwer erkennbar.;
  3. Einmal in Karton- oder Holzritzen, durch normale Reinigung fast unmöglich loszuwerden.;
  4. Ihre Anwesenheit signalisiert Primärschädlings-Probleme, die Getreideschäden verursachen, von denen sie sich ernähren.

Saison und Region

Weltweit verbreitet. Optimale Entwicklungstemperatur 27–30 °C, relative Luftfeuchtigkeit 70 %. 4–6 Generationen pro Jahr; Adulti überwintern in Verpackungen und Lagerritzen. Bei 30 °C dauert eine komplette Generation nur 27 Tage. Thigmotaktisch (suchen beengte Räume); gesellig; sekretieren riechende Abwehrchinone.

RegionAktive PeriodeHauptsaisonHinweise
Nördliche Gemäßigte ZoneApr.–Okt.Juli–Sep.Fortpflanzungsgipfel im heiß-feuchten Sommer; Adulti überwintern.
Aktivitätszeit: Kein ausgeprägter zirkadianer Rhythmus; versammeln sich in Getreideresten und Ritzen mit anhaltender Aktivität.
Brutstätten: Innenräume (Mehlbeutel, Reisbehälter, Getreideschränke, Kräuter-Medizinschränke, Küchenschrankecken); Außenbereiche (Getreidespeicher, Mühlen, Lebensmittelverarbeitungsbetriebe, Futtermühlen).