Kellerasseln
(Mauerasseln, Rollasseln)*Armadillidium vulgare*
Erkennung und Aussehen
Kellerasseln — auch bekannt als Rollasseln oder Landasseln — sind terrestrische Krebstiere der Ordnung Isopoda, die enger mit Garnelen und Krabben verwandt sind als mit Insekten. Die häufigste Haushaltsart ist Armadillidium vulgare. Erwachsene messen 8-15mm, mit abgeflachten ovalen Körpern, graubrauner bis schwarzer Färbung und einer glänzenden Rückenoberfläche. Der Körper ist von segmentierten Panzerplatten bedeckt, mit einem Antennenpaar und sieben Beinpaaren (Insekten haben nur drei Paare) — dies ist das Hauptmerkmal, das Asseln von Insekten unterscheidet. Bei Störung rollen sich Kellerasseln zu einer festen Kugel zusammen, um ihre Bauchseite zu schützen — ihr markantestes Verhalten. Kellerasseln entwickeln sich allmählich durch mehrere Nymphenstadien vom Ei zum erwachsenen Tier, was unter günstigen Bedingungen etwa 2-3 Monate dauert. Weibchen tragen Eier in einem ventralen Brutbeutel (Marsupium); frisch geschlüpfte Nymphen bleiben mehrere Tage unter mütterlichem Schutz, bevor sie sich zerstreuen. Kellerasseln atmen durch kiemenartige Strukturen, die für den Gasaustausch feucht bleiben müssen — sie sind daher stark von feuchten Umgebungen abhängig und trocknen in trockenen Bedingungen schnell aus und sterben. Sie bewegen sich langsam und sind schlechte Kletterer, die normalerweise auf Bodenniveau bleiben.
Verhalten und Verstecke
Kellerasseln ernähren sich von verrottendem Pflanzenmaterial, Laubstreu, Holzabfällen und Schimmel und spielen in der Natur eine Zersetzerrolle. In Innenräumen werden sie am häufigsten gefunden in: Badezimmern und Waschräumen (der häufigste Innenraumstandort — Fliesenfugen, um Bodenabläufe und unter Spülen, wo es dunkel und feucht ist); um Blumentöpfe und Zimmerpflanzenbereiche (versteckt unter Topfuntersetzern, auf Bodenoberflächen und unter Laubstreu, nachts hervorkommend); Balkon- und Außendurchgangs-feucht-dunklen Ecken (sich unter angesammelter Laubstreu und Unordnung ansammelnd); und Erdgeschoss- und Kellerbereichen (bodennäher, leichteres Eindringen von draußen). Ihre Atmungskiemen müssen feucht bleiben, daher korreliert ihr Aktivitätsrhythmus direkt mit der Luftfeuchtigkeit — am aktivsten nachts oder nach Regen, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist, und versteckt in feuchten, dunklen Zufluchtsorten während trockener Tagesstunden. Sie sind extrem trockenheitsempfindlich und können unter 60% relativer Luftfeuchtigkeit nicht überleben. Kellerasseln sind weit verbreitet, besonders häufig in gemäßigten und subtropischen Regionen. Sie sind langsam, nicht aggressiv und rollen sich bei Erschrecken zu einer Kugel zusammen, um sich tot zu stellen.
Gesundheitsrisiken und Schäden
- Kellerasseln stellen keine direkte Gefahr für Menschen dar — sie beißen nicht und saugen kein Blut, übertragen keine Krankheiten und beschädigen keine Gebäudestrukturen. Dichte Populationen in Badezimmern, um Blumentöpfe und in Ecken beeinträchtigen jedoch die Wohnqualität erheblich. Tote Asselkörper, die sich in Ecken ansammeln, zersetzen sich und erzeugen Gerüche.;
- Kellerasseln fressen an Topfpflanzen-Zartwurzeln, Blättern und Sämlingen und schädigen besonders Zimmerpflanzensämlinge und Zierpflanzen. Ihre Aktivität in der Topferdeoberfläche stört die Wurzelmikroumgebung und verursacht schlechtes Wachstum. Starke Asselansammlungen können Sämlinge vollständig abtöten.;
- Starkes Auftreten von Kellerasseln in Innenräumen ist ein definitiver Feuchtigkeitsproblem-Indikator — es signalisiert unzureichende Badezimmerbelüftung, Bodenlecks oder übermäßige Pflanzenbewässerung. Die grundlegende Lösung ist die Verbesserung von Entwässerung und Belüftung, nicht alleiniges Verlassen auf Insektensprays.;
- In seltenen Fällen können Kellerasseln als Zwischenwirte für bestimmte Parasiten dienen, aber da Kellerasseln fast nie von Menschen aufgenommen werden, ist dieses Risiko vernachlässigbar. Kellerasseln unterscheiden sich von Tausendfüßern: Kellerasseln rollen sich bei Störung zu einer Kugel; Tausendfüßer rollen sich zu einer Spirale.
Saison und Region
Weltweit verbreitet. Bevorzugt feuchte, dunkle Umgebungen. Sommer–Herbst (Juni–Sep) ist die Hauptbrut- und Ausbreitungssaison; maximale Häufigkeit im August–September. Starkes Auftreten während der Meiyu-Zeit aufgrund erhöhter Luftfeuchtigkeit. Rollt sich bei Störung zu einer Kugel zusammen (Konglobation).
| Region | Aktive Periode | Hauptsaison | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Nördliche Gemäßigte Zone | Mai–Okt. | Juni–Sep. | Höchste Dichte im Sommer–Herbst; gräbt sich im Winter tief in den Boden ein. |
| Nördliche Subtropen | Apr.–Nov. | Juni–Juli(Regenzeit)、Aug.–Sep. | Sowohl Meiyu als auch Spätsommer–Herbst sind Spitzenzeiten. |
| Tropen | Ganzjährig | Regenzeit | Ganzjährige Fortpflanzung. |