Wie sehen Spinnen aus? Bestimmungsführer

Sind alle Hausspinnen giftig?

Fast alle Spinnen haben Giftdrüsen und Fangzähne – sie brauchen sie, um Beute zu überwältigen. Aber die in Häusern vorkommenden Arten produzieren Gift, das für Menschen extrem schwach ist und praktisch keine Bedrohung darstellt.

Grundlagen des Spinnengifts

  • Von den weltweit über 50.000 bekannten Spinnenarten ist nur eine winzige Handvoll (wie die Schwarze Witwe und die Braune Einsiedlerspinne) für Menschen gefährlich
  • Häufige Stadtspinnen – Große Hausspinne, Springspinne, Radnetzspinne, Trichternetzspinne – haben alle sehr schwaches Gift
  • Viele Spinnen haben zu kurze oder zu zerbrechliche Fangzähne, um überhaupt menschliche Haut zu durchdringen

Sicherheit häufiger Hausspinnen

  1. Große Hausspinne – Groß (Beinspannweite bis zu 10-15 cm) und schnell, sie sehen beängstigend aus, sind aber harmlos. Sie jagen Schaben – technisch gesehen ein nützlicher Gast
  2. Springspinne – Klein (5-9 mm), hüpft an Wänden herum, völlig harmlos. Sie fressen Mücken und Gnus
  3. Radnetzspinne – Etwa 1-2 cm, spinnt runde Netze in Fensterecken. Scheu – sie versteckt sich, sobald Sie sich nähern
  4. Trichternetzspinne – 8-15 mm, baut trichterförmige Netze in Ecken. Sehr mildes Gift, beißt selten

Auf welche Spinnen sollten Sie achten?

Die wirklich besorgniserregenden giftigen Spinnen sind in städtischen Häusern sehr selten:

  • Schwarze Witwe (Latrodectus tredecimguttatus) – Rote Sanduhr-Markierung auf dem Hinterleib, starkes Gift. Meist im Freien in der Wildnis zu finden
  • Braune Einsiedlerspinne (Loxosceles) – Violinenförmige Markierung auf dem Rücken, Gift kann Hautnekrosen verursachen. In Städten extrem selten
  • Große Vogelspinnen – Große, haarige Spinnen aus tropischen und Wüstenregionen. Nicht in städtischen Häusern zu finden

Was tun, wenn Sie eine Spinne finden, die Sie nicht erkennen?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Spinne gefährlich ist, berühren Sie sie nicht mit bloßen Händen. Kehren Sie sie mit einem Besen und einer Kehrschaufel nach draußen oder fangen Sie sie unter einem Becher und setzen Sie sie draußen frei.