Bremse vs Stubenfliege: Aussehen, Biss und Verhalten im Vergleich
Reale Szene: Eine große Fliege sitzt auf Ihrer Küchenfensterbank. Sie ist dunkel und deutlich größer als die Fliegen, die Sie normalerweise sehen. Sie gehen mit einer Fliegenklatsche hin. Plötzlich hebt sie mit einem tiefen, lauten Brummen ab, das völlig anders ist als das leichte Fiepen einer gewöhnlichen Stubenfliege. Sie zögern. Ist das eine große Stubenfliege oder eine Bremse?
Kurze Antwort: Drei Dinge unterscheiden sie: Größe (Bremsen sind 10 bis 20 mm groß und stämmig wie eine Kugel; Stubenfliegen sind 5 bis 10 mm und flach), Augen (Bremsen haben große, farbenprächtige, metallisch glänzende Augen; Stubenfliegen haben rötlich-braune Augen) und Biss (Bremsen schneiden die Haut auf und saugen Blut, und das schmerzt; Stubenfliegen beißen nicht).
Vergleich des Aussehens
- Größe: Bremsen sind stämmig und kompakt, wie eine Kugel. Sie sind 10 bis 20 mm lang, zwei- bis dreimal größer als eine Stubenfliege. Stubenfliegen sind flacher und schmaler, 5 bis 10 mm lang.
- Farbe: Bremsen sind meist schwarz, grün oder blau. Einige Arten haben einen metallischen Schimmer. Stubenfliegen sind grau-schwarz mit vier dunklen Streifen auf dem Thorax.
- Augen: Die Facettenaugen der Bremsen sind sehr groß und nehmen den größten Teil des Kopfes ein. Sie sind leuchtend grün, metallisch blau oder purpurrot gefärbt. Stubenfliegen haben rötlich-braune Augen, die proportional kleiner sind.
- Flügel: Bremsenflügel sind klar oder gemustert. Im Ruhezustand breiten sie die Flügel seitlich aus. Stubenfliegen falten ihre Flügel im Ruhezustand flach über dem Rücken zusammen.
Mundwerkzeuge und Nahrungsaufnahme: Der entscheidende Unterschied
Die Mundwerkzeuge einer Bremse sind wie eine kleine chirurgische Klinge mit scharfen Schneidestrukturen. Weibliche Bremsen schneiden mit diesen Klingen die Haut auf, führen dann ihre Mundwerkzeuge in die Kapillaren ein und saugen das sich sammelnde Blut auf. Deshalb schmerzt ein Bremsenbiss. Sie schneidet tatsächlich Ihre Haut auf. Männliche Bremsen beißen nicht. Sie ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften.
Die Mundwerkzeuge der Stubenfliege sind völlig anders. Sie sind wie ein schwammartiges Polster, das nur flüssige Nahrung auflecken kann. Stubenfliegen können nicht beißen oder die Haut durchdringen. Sie wandern nur zwischen Nahrung, Müll und Fäkalien hin und her, lecken Flüssigkeiten auf und verbreiten Bakterien. Stubenfliegen sind also ein Hygieneschädling. Bremsen sind ein beißender Schädling. Die von ihnen ausgehenden Risiken sind völlig verschieden.
Verhaltensvergleich
- Lebensraum: Bremsen leben hauptsächlich im Freien, in Grasgebieten, in Wassernähe, auf Weiden und an Waldrändern. Stubenfliegen leben sowohl drinnen als auch draußen, am häufigsten in Küchen, in der Nähe von Mülleimern und in Essbereichen.
- Flug: Bremsen fliegen schnell und kraftvoll. Ihr Brummen ist tief und laut, wie eine kleine Drohne. Stubenfliegen fliegen langsam mit einem leichten Fiepen. Sie laufen oft auf Oberflächen und starten und landen wiederholt.
- Aggressivität: Weibliche Bremsen jagen aktiv Menschen und Tiere, kreisen wiederholt, um einen Ort zum Landen und Beißen zu finden. Stubenfliegen jagen keine Menschen. Sie werden nur vom Geruch der Nahrung angezogen.
Was nach einem Biss zu tun ist
Ein Bremsenbiss schmerzt sofort, dann bildet sich eine rote Beule, meist 1 bis 3 cm groß. Waschen Sie die Stelle mit Seifenwasser, legen Sie eine kalte Kompresse auf, um Schwellung und Schmerz zu reduzieren, und verwenden Sie eine juckreizstillende Creme zur Linderung. Nicht kratzen. Bremsenbisse hinterlassen größere Wunden als Mückenstiche, und Kratzen kann zu einer sekundären bakteriellen Infektion führen. Wenn sich die rote Stelle über 5 cm hinaus ausdehnt oder Sie Fieber oder Eiter entwickeln, suchen Sie einen Arzt auf.
Häufige Fehler
- Fehler 1: Alle großen Fliegen sind Bremsen. Fakt: Mehrere große Fliegenarten (wie Schmeißfliegen und Fleischfliegen) sind größer als Stubenfliegen, beißen aber nicht. Nur Bremsen haben Mundwerkzeuge, die Haut aufschneiden und Blut saugen.
- Fehler 2: Nur weibliche Bremsen beißen; männliche nicht. Fakt: Das ist richtig, aber um Männchen von Weibchen zu unterscheiden, braucht man eine Lupe, um den Abstand zwischen den Facettenaugen zu prüfen. Die meisten Menschen können das nicht spontan. Der sicherste Ansatz ist, jede große, laut brummende Fliege als potenzielle Bremse zu behandeln und sie nie mit der bloßen Hand zu schlagen.
- Fehler 3: Bremsenbisse übertragen Krankheiten. Fakt: Bremsen können mechanisch einige Krankheitserreger auf ihren Mundwerkzeugen tragen, aber das tatsächliche Krankheitsübertragungsrisiko ist sehr gering. Das größere Risiko ist die sekundäre bakterielle Infektion der Bisswunde.