Welcher Schädling verwandelt Getreide in hohle Hülsen?

Welcher Schädling macht Getreide zu leeren Hülsen?

Der Schädling, der Getreide zu leeren Hülsen macht, ist wahrscheinlich der Kornkäfer (Rhyzopertha dominica). Er ist einer der zerstörerischsten Vorratsschädlinge. Seine Larven bohren sich in das Korn und fressen das Endosperm, sodass nur eine leere Hülse zurückbleibt – verursacht schwerere Schäden als Reiskäfer.

Wie sieht der Kornkäfer aus?

  • Erwachsener: ein kleiner, zylindrischer Käfer, etwa 2–3 mm lang.
  • Farbe: dunkelbraun bis rötlichbraun.
  • Der Kopf ist unter dem Halsschild verborgen, von oben kaum sichtbar.
  • Die Fühler haben am Ende eine deutliche Keule.
  • Larve: milchig weiß, gekrümmter Körper, mit kleinen Beinen.

Wie er Getreide schädigt

Larven bohren sich in das Getreidekorn und fressen von innen nach außen:

  1. Larve dringt durch die Kornoberfläche ein.
  2. Sie verzehrt das Endosperm im Inneren.
  3. Nach dem Fraß bleibt nur eine leere Hülse zurück.
  4. Beim Fraß produziert sie feines Pulver, das sich mit dem Getreide vermischt.
  5. Ein Haufen Getreide kann fast vollständig zu Pulver reduziert werden.

Warum der Kornkäfer schädlicher ist als Reiskäfer

  • Reiskäfer legen ihre Eier hauptsächlich in Reiskörnern ab und verursachen relativ geringe Schäden.
  • Kornkäferlarven bewegen sich aktiv von einem Korn zum anderen und verursachen kontinuierliche Zerstörung.
  • Sie produzieren große Mengen pulverigen Kots, der einen größeren Bereich kontaminiert.
  • Befallenes Getreide entwickelt einen unangenehmen Geruch.

Welches Getreide befällt er?

  • Rohreis, geschälter Reis.
  • Weizen, Mehl.
  • Mais.
  • Sorghum.
  • Verschiedene andere Getreide.

Was tun, wenn gefunden

Kornkäfer sind schwieriger zu bekämpfen als Reiskäfer, da sie zerstörerischer sind, sich schneller vermehren und sich lange in Spalten verstecken können. Sofortiges Handeln ist erforderlich:

  • Befallene Getreide sofort in verschlossenen Beuteln entsorgen – das Aufbewahren führt nur zu erneutem Befall.
  • Frieren Sie nicht befallene Getreide bei -18 °C für 48 Stunden ein oder lagern Sie sie in völlig luftdichten Behältern.
  • Leeren Sie die Schränke vollständig; saugen Sie allen Staub und Schmutz ab.
  • Tragen Sie lebensmittelechte Kieselgur in Schrankritzen zum Schutz auf; nach dem Trocknen bildet sie eine Schutzschicht.
  • Lagern Sie ab sofort alle Getreide in luftdichten Behältern – sie können durch sehr enge Spalten schlüpfen.
  • Überprüfen Sie gelagerte Getreide monatlich; handeln Sie sofort bei Unregelmäßigkeiten.