Schildlausbisse: Symptome, Behandlung, Vorbeugung
Welchen Schaden verursachen Schildläuse?
Schildläuse gehören zu den schädlichsten Schädlingen in Gärten und Obstplantagen. Sowohl Erwachsene als auch Nymphen schädigen Pflanzen.
Direkter Schaden
- Saftsaugend – Erwachsene und Nymphen verwenden ihre stechend-saugenden Mundwerkzeuge, um in das Pflanzengewebe einzudringen und Saft zu saugen.
- Geschwächte Bäume – Große Mengen an Nährstoffen werden entzogen, was zu langsamem Wachstum und Absterben von Zweigen führt.
- Vorzeitiger Blattfall – Blätter an stark befallenen Bäumen vergilben und fallen vorzeitig ab.
- Fruchtschäden – Wenn sie Obstbäume befallen, werden Fruchtqualität und -ertrag direkt beeinträchtigt.
Indirekter Schaden
- Honigtau-Kontamination – Schildläuse scheiden beim Fressen große Mengen Honigtau (zuckerreicher Kot) aus.
- Rußtau – Honigtau, der Blätter und Zweige bedeckt, fördert das Wachstum von Rußtaupilzen, die eine schwarze Schimmelbildung verursachen.
- Reduzierte Photosynthese – Mit Rußtau bedeckte Blätter können nicht richtig photosynthetisieren.
- Ameisenanziehung – Ameisen ernähren sich vom Honigtau und schützen die Schildläuse, indem sie deren natürliche Feinde vertreiben.
Welche Pflanzen sind anfällig?
Schildläuse haben ein breites Wirtsspektrum. Häufige Opfer sind:
- Obstbäume: Pfirsich, Pflaume, Aprikose, Apfel, Birne, Kaki.
- Zierbäume: Kirsche, Kräuselmyrte, Osmanthus, Rose.
- Landschaftsbäume: Pappel, Weide, Platane.
Schweregrad
Wenn die Anzahl gering ist, sind die Auswirkungen minimal. In schweren Fällen können jedoch ganze Bäume von Schildläusen überzogen sein – Zweige so dicht bedeckt, dass man die Rinde kaum sieht. Starker Befall kann den Ertrag um über 30 % reduzieren. Bäume, die zwei Jahre in Folge starken Schaden erleiden, können absterben. Handeln Sie, wenn Sie die ersten Nymphen im zeitigen Frühjahr sehen. Warten Sie nicht, bis ein ausgewachsener Befall vorliegt.