Dengue-Fieber-Prävention: Tipps zur Mückenbekämpfung

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch Asiatische Tigermücken (*Aedes albopictus*) und Gelbfiebermücken (*Aedes aegypti*) übertragen wird. Weltweit infizieren sich jährlich 100 bis 400 Millionen Menschen. In Deutschland besteht Übertragungsgefahr vor allem bei Reisen in tropische Gebiete sowie zunehmend durch heimische Tigermückenpopulationen in Süddeutschland.

Es gibt kein gezieltes antivirales Medikament – die Vorbeugung hängt vollständig vom Mückenschutz ab.

### Denguefieber-Symptome erkennen

  • Hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, ausgeprägte Gelenk- und Muskelschmerzen (deshalb auch „Knochenbrecherfieber")
  • Übelkeit, Hautausschlag
  • Warnzeichen für schweres Denguefieber: Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, Atemnot, Blutungen (Nasen, Zahnfleisch, Haut), Bewusstseinsveränderungen → sofort Arzt aufsuchen

### Drei-Schritte-Vorbeugung

Schritt 1: Brutstätten beseitigen (am wichtigsten)

Die Maßnahmen sind im Artikel „Asiatische Tigermücke entfernen" beschrieben. Da Tigermücken in warmen Sommern auch in Deutschland ganzjährig aktiv sein können, kontrollieren Sie Ihr Grundstück wöchentlich.

Schritt 2: Tagsüber Mückenschutz

  • Repellent auftragen (DEET 30 %+ oder IR3535 – IR3535 ist sanfter und für Kinder sowie Schwangere besser geeignet)
  • Helle langärmlige Kleidung tragen
  • Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen anbringen
  • In Innenräumen nachts zusätzlich elektrische Mückenvertreiber nutzen

Schritt 3: Reisevorsorge und Meldung

  • Vor Reisen in tropische Gebiete: Reiseberatung beim Tropeninstitut oder Hausarzt
  • Symptome nach Rückkehr sofort ärztlich abklären
  • Tigermückenfunde in Deutschland an das zuständige Gesundheitsamt oder die Kommune melden – dies hilft, die Ausbreitung zu dokumentieren