Gesundheitsgefahren durch Mottenschildläuse: Was Hausbesitzer wissen müssen

Welchen Schaden verursachen Mottenschildläuse?

Mottenschildläuse verursachen Schäden auf mehreren Ebenen – vom direkten Fraß bis zur indirekten Virusübertragung. Die Auswirkungen auf Pflanzen sind erheblich.

Direkter Schaden

  • Saftsaugen – Erwachsene und Nymphen sitzen in Gruppen auf den Blattunterseiten und saugen mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen Pflanzensaft.
  • Blattchlorose – Befallene Blätter entwickeln chlorotische Flecken und werden allmählich gelb.
  • Welke und Blattfall – In schweren Fällen welken Blätter, kräuseln sich und fallen vorzeitig ab.
  • Pflanzenschwächung – Langzeitbefall führt zu schlechtem Wachstum und Kümmerwuchs.

Honigtau und Rußtau

  • Mottenschildläuse scheiden beim Fressen große Mengen Honigtau (zuckerreicher Abfall) aus.
  • Honigtau tropft auf untere Blätter und den Boden und macht alles klebrig.
  • Rußtaupilze wachsen leicht auf Honigtau und bilden eine schwarze Schimmelschicht.
  • Geschwärzte Blätter können nicht mehr photosynthetisieren.
  • In schweren Fällen sieht die gesamte Pflanze aus, als wäre sie schwarz angemalt.

Übertragung von Pflanzenviren

  • Mottenschildläuse übertragen mehrere Pflanzenviren, am bekanntesten das Tomaten-Gelbblattkroll-Virus (TYLCV).
  • Sobald eine Pflanze mit einem Virus infiziert ist, kann sie nicht mehr geheilt werden.
  • Der Schaden an Tomaten, Paprika, Gurken und anderem Gemüse ist enorm.
  • In Gewächshäusern breitet es sich besonders schnell aus.

Auswirkungen auf Ertrag und Qualität

  • Gemüse- und Fruchterträge sinken nach Befall stark.
  • Früchte können sich verformen und verfärben.
  • Zierpflanzen verlieren ihren ästhetischen Wert.

Schnelle Vermehrung

  • Unter günstigen Bedingungen (25–30 °C) vollenden Mottenschildläuse eine Generation in nur 2–3 Wochen und können 10–15 Generationen pro Jahr hervorbringen.
  • Ein einziges Weibchen kann 100–200 Eier legen. In Gewächshäusern brüten sie das ganze Jahr über ununterbrochen.
  • Das Wirtsspektrum ist extrem breit – über 500 bekannte Wirtsarten, darunter Gemüse, Blumen und Unkräuter.