Warum kommen Insekten immer wieder zurück, egal was man tut?

Von PestArchive · Aktualisiert 2026-05-23

PestArchive ist ein unabhängig betriebenes Nachschlagewerk zu Haushaltsschädlingen, aus öffentlichen Quellen zusammengestellt und übersetzt, nur zu Informationszwecken.

Die kurze Antwort: Insekten kommen zurück, weil Sie nur die erwachsenen Tiere töten, nicht die Eier oder Puppen; weil Sie die Nahrungs-/Wasserquelle nicht beseitigt haben; weil Sie versteckte Schlupfwinkel übersehen haben; oder weil sie von außen wieder eindringen. Brechen Sie diesen Kreislauf, indem Sie die Behandlung mit Umweltveränderungen und Nachbehandlungen kombinieren.

  1. Sie haben die erwachsenen Tiere getötet, nicht die Eier

Die meisten Kontaktinsektizide töten bei Berührung, dringen aber nicht in Eierschalen oder Puppenhüllen ein. Eine weibliche Schabe kann einen Eipaket (Oothek) mit 20–40 Eiern produzieren; diese schlüpfen 28 Tage später. Wenn Sie nur einmal sprühen, erscheint die nächste Generation in ein oder zwei Wochen. Lösung: Wiederholen Sie die Dinotefuran-Sprayanwendung nach 7–10 Tagen, um die neu geschlüpften Nymphen zu fangen. Bei Flöhen ist das Puppenstadium sehr widerstandsfähig – Staubsauger-Vibrationen regen sie zur vorzeitigen Eiablage an, dann tötet der zweite Sprühvorgang sie.

  1. Sie haben die Brutquelle nicht gefunden

Die sichtbaren Insekten zu besprühen ist, als würde man Unkraut schneiden, ohne die Wurzeln zu ziehen.

  • Fruchtfliegen vermehren sich in verrottendem Obst oder Müll – beseitigen Sie diese.
  • Abortfliegen vermehren sich in dem schleimigen Biofilm in Rohren – schrubben Sie die Rohre mit einer Bürste und spülen Sie sie dann mit kochendem Wasser.
  • Ameisen nisten in Wandhohlräumen oder unter Dielen – folgen Sie ihren Spuren, um das Nest zu finden, und verwenden Sie Köder (kein Spray).
  • Schaben verstecken sich an warmen, dunklen Orten hinter dem Kühlschrank, unter der Spüle oder in Elektrogeräten – diese Stellen müssen Sie gezielt behandeln.
  1. Sie haben nicht alle Verstecke behandelt

Insekten sind Meister der Tarnung. Bettwanzen verkriechen sich in Matratzennähten, Kopfteilritzen und hinter Fußleisten. Silberfischchen leben in Pappkartons und Buchbindungen. Wenn Sie auch nur einen einzigen Riss übersehen, vermehren sich die Überlebenden wieder. Verwenden Sie eine Taschenlampe und einen Spiegel, um jede potenzielle Ritze zu inspizieren. Tragen Sie Dinotefuran-Spray auf alle Fußleisten, Möbelunterseiten und Rohreingänge auf – der haftende Film wirkt wochenlang weiter.

  1. Sie haben die Eintrittspunkte nicht abgedichtet

Selbst wenn Sie die Insekten im Haus beseitigen, können neue von außen kommen durch:

  • Spalten unter Türen (mehr als 2 mm reichen für Ameisen und Schaben).
  • Beschädigte Fliegengitter (ersetzen, wenn Löcher größer als 1,2 mm sind).
  • Rohröffnungen und Lüftungsschlitze (Netz oder Montageschaum anbringen).
  • Nachbarwohnungen (gemeinsame Wände und Leitungen). In Mehrfamilienhäusern koordinieren Sie sich mit Ihren Nachbarn oder verwenden Barrieresprühmittel entlang der gemeinsamen Wände.
  1. Erneuter Befall von außen

Wenn Ihr Zuhause sauber ist, aber Ihre Nachbarn Schädlinge haben, können diese zu Ihnen wandern. Halten Sie Ihre Perimeterbarriere – ein Rückstandsspray entlang der Türrahmen und Fensterbänke – monatlich aufgefrischt. Überprüfen Sie auch Gegenstände, die Sie hereinbringen: Second-Hand-Möbel, Einkaufstüten und sogar Topfpflanzen können Eier oder erwachsene Tiere beherbergen.

Häufige Fehler

  • ❌ Nur einmal sprühen und denken, es sei erledigt.
  • ❌ Nach dem Sprühen nicht aufräumen – tote Körper und Kot ziehen andere Schädlinge an.
  • ❌ Feuchtigkeitsprobleme ignorieren – selbst ein kleiner Tropfen schafft einen Lebensraum.

Mini-FAQ

F: Wie viele Behandlungsrunden brauche ich?

A: Für die meisten Insekten planen Sie 2–3 Runden im Abstand von 7–14 Tagen. Überwachen Sie mindestens einen Monat nach der letzten Runde.

F: Muss ich befallene Lebensmittel wegwerfen?

A: Ja – Trockenwaren mit sichtbarem Gespinst oder lebenden Larven müssen in verschlossenen Beuteln im Freien entsorgt werden. Andernfalls schlüpfen neue erwachsene Tiere.

F: Können Schädlinge nach einem Jahr wiederkommen?

A: Ja – wenn die Bedingungen (Feuchtigkeit, Nahrung) zurückkehren, kehren auch sie zurück. Vorbeugung ist eine kontinuierliche Gewohnheit.

Ihre Aktionsliste

  • Die Art und ihren Brutplatz identifizieren.
  • Reinigen und Nahrungs-/Wasserquellen entfernen.
  • Dinotefuran-Spray auf alle Risse und Kanten auftragen.
  • Nach 7–10 Tagen wiederholen.
  • Alle äußeren Eintrittspunkte abdichten.
  • 4 Wochen lang überwachen – falls immer noch vorhanden, professionelle Hilfe in Betracht ziehen.